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Die letzten 5 redaktionellen Beitr├Ąge:


Euro 2008: Die Viertelfinalspiele

Euro 2008

Portugal — Deutschland (heute, 20:45 Uhr in Basel, ARD überträgt)
Kroatien — Türkei (Freitag, 20:45 Uhr in Wien, ARD überträgt)
Niederlande — Russland (Samstag, 20:45 Uhr in Basel, ZDF überträgt)
Spanien — Italien (Sonntag, 20:45 Uhr in Wien, ZDF überträgt)

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Euro 2008: Tag 12 – Dieses war der letzte Streich

Euro 2008

Griechenland — Spanien 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Charisteas (42), 1:1 de la Red (61), 1:2 Güiza (88)

Im Abschiedsspiel des noch amtierenden Europameisters, in dem es um nichts mehr ging, verlor Griechenland dann auch noch mit 1:2. Griechenland ist damit der erste Titelverteidiger ohne Punktgewinn, aber das nur am Rande. Viertelfinalist Spanien mit einer D-Elf, auf unglaublichen zehn Positionen ausgetauscht, lieferte ein müdes Trainingsspielchen und konnte den einzigen griechischen Treffer des Turniers in der zweiten Halbzeit dann ausgleichen und kurz vor Ende noch den Siegtreffer erzielen.

Russland — Schweden 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Pavlyuchenko (24), 2:0 Arshavin (50)

Russland ist verdient im Viertelfinale. Das mal vorweg. Was die schwedische Auswahl da abgeliefert hat, war mindestens eine Spielklasse schlechter. Wir alle waren überrascht vom starken russischen Fußballspiel, von den traumhaften Kombinationen, dem exzellenten Passspiel. Nur die Chancenverwertung ließ stark zu wünschen übrig und macht auf Seiten Russlands wenig Hoffnung auf das Viertelfinale gegen die abschlussstarken Niederländer.

Abschlusstabelle Gruppe D

1. Spanien (+5 Tore / 9 Punkte)
2. Russland (0 / 6)
3. Schweden (-1 / 3)
4. Griechenland (-4 / 0)

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Euro 2008: Tag 11 – Adé le blue

Euro 2008

Niederlande — Rumänien 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Huntelaar (54), 2:0 Van Persie (87)

Wie bitte? Rumänien hat den Viertelfinaleinzug in der eigenen Hand, muss nur gegen die Niederlande gewinnen? Was heißt »nur«? Die Niederlande hat sowohl gegen den Vize-, als auch gegen den Weltmeister mit drei Toren Differenz gewonnen! Achso, ja klar, damit waren sie ja auch schon durch. Treten also mit B-Mannschaft an. Klar Schiff für Rumänien!

Tja, gelacht. Ich meine, irgendwie hätten wir uns wohl alle ein wenig gefreut, wenn die Todesgruppe so ganz anders endet, als man sich das ausgemalt hat. Aber Rumänien war sogar für eine auf 9 (neun!) Positionen veränderte niederländische Auswahl zu schwach. Huntelaar und van Persie machten die Sache für Oranje klar, die mit 3 Siegen aus 3 Spielen und einer traumhaften Tordifferenz hoffentlich nicht schon ihr Pulver verschossen haben.

Frankreich — Italien 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Pirlo (25, FE), 0:2 De Rossi (62)
Rote Karte: Abidal (FR, 24)

Das war ja mal wieder was. In memorian WM-Finale vor zwei Jahren in Berlin, nur ohne Zidane, dafür aber mit Abidal, der sich dank Notbremse eine rote Karte abholte und den Elfmeter verursachte, der Frankreich zurückwarf. Mal abgesehen von der Verletzung Ribérys, der sich wohl einen Unterschenkelbruch zugezogen hat. Frankreich also in Unterzahl gegen besser und schlauer agierende Italiener, die trotzdem bis zur 62. Minute brauchten, um einen zweiten Treffer erzielen zu können. Frankreich ohne Türkei-Boost, ja sogar ohne Ideen, wie man diese immer noch weit unter Niveau agierende italienische Auswahl schlagen kann. Letztendlich verdienter Sieg der Weltmeister; mit einem etwas faden Beigeschmack.

Die Équipe Tricolore ist damit raus. Rumänien sowieso.

Abschlusstabelle Gruppe C

1. Niederlande (+6 Tore / 9 Punkte)
2. Italien (-1 / 4)
3. Rumänien (0 / 2)
4. Frankreich (-5 / 1)

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Euro 2008: Tag 10 – Würg

Euro 2008

Österreich — Deutschland 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Ballack (49)

War für ein Hängen, was für ein Würgen. Kapitän Ballacks wuchtigem Freistoßtor ist zu verdanken, dass Deutschland nicht in Scham versunken ist. »Hauptsache weitergekommen« ist das Credo, das momentan durch das Land hallt. Vom deutschen Spiel ging fast nichts aus, und wenn doch, dann waren es halbseidene Versuche. Die wirklich gefährlichen Torchancen kann man an einer Hand abzählen. Außer Philipp Lahm, Christoph Metzelder und mit Einschränkungen Michael Ballack sollte die gesamte deutsche Nationalmannschaft nachsitzen. Ja, sogar Uns Poldi hatte schon schönere Momente. Gomez war eine Vollniete und Klose verweigerte die Arbeit. Auch Superjoker Neuville brachte nichts mehr auf den Rasen. Und wenn man das so sieht, was da gegen die schlechteste Mannschaft, die jemals an einer Europameisterschaft teilgenommen hat, geboten wurde, dann fragt man sich schon, wie diese Leistung gegen ein euphorisiertes Portugal reichen soll. Das schöne Spiel, für das sich Deutschland seit nunmehr zwei, drei Jahren auszeichnet, ist irgendwo zwischen Klagenfurt und dem Tessin verloren gegangen.

Mit Österreich ist jetzt auch der zweite Gastgeber in der Vorrunde ausgeschieden. Im Gegensatz zur Schweiz hatte aber niemand etwas anderes erwartet.

Polen — Kroatien 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Klasnić (53)

Da war noch ein anderes Spiel gestern? Achso, ja. Polen hatte noch theoretische Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale, sollten sie gewinnen und Österreich gegen Deutschland gewinnen, was ja sowieso nicht passiert ist. Aber auch so ist fraglich, ob es eine Mannschaft verdient hätte, ins Viertelfinale einzuziehen, die sogar gegen die C-Elf der Kroaten verliert. Ivan Klasnić, der Ex-Bremer mit Nierentransplantat, machte das Siegtor, aber auch so hatten die Kroaten einige hochkarätige Chancen. Kroatien also mit 3 Siegen aus 3 Spielen mehr als verdient im Viertelfinale gegen die Türkei.

Abschlusstabelle Gruppe B

1. Kroatien (+3 Tore / 9 Punkte)
2. Deutschland (+2 / 6)
3. Österreich (-2 / 1)
4. Polen (-3 / 1)

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Euro 2008: Tag 9 – Türkiye! Türkiye!

Euro 2008

Schweiz — Portugal 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Hakan Yakin (71), 2:0 Hakan Yakin (83, FE)

In einem Spiel um die goldene Ananas, das ich selbstverständlich nicht gesehen habe, konnte Gastgeber Schweiz einen anständigen Abschied gegen die portugiesische B-Elf abliefern. Portugal, schon für das Viertelfinale qualifiziert, schonte viele seine wichtigen Spieler. Dennoch ein hartes, teilweise unfair geführtes Spiel der Südländer. Die Schweiz feierte verdient den ersten (!) Sieg in einer Europameisterschaft.

Türkei — Tschechische Republik 3:2 (0:1)

Tore: 0:1 Koller (34), 0:2 Plašil (62), 1:2 Arda Turan (75), 2:2 Nihat Kahveci (87), 3:2 Nihat Kahveci (89)
Rote Karte: Volkan Demirel (TR, 90+2)

Die packendsten Spiele meines Lebens gehen weiter. In einem anfänglich recht langsamen und bedächtigen Spiel hatte Tschechien mehr Anteile, konnte aber so gut wie nie bis zum türkischen Tor durchdringen. Die Türkei auf der anderen Seite kam überhaupt nicht durch den tschechischen Abwehrriegel. Irgendwann, und es schien folgerichtig, konnte Koller nach einer mustergültigen Flanke mustergültig einlochen. Mit einem ambivalenten Gefühl, nicht nur gegenüber des möglichen Siegers, sondern gegenüber des ganzen Spiels, begann die zweite Halbzeit. Als Plašil in der 62. Minute zum 2:0 für die Tschechei traf, schien das Ding gelaufen. Die Türken, es regnete schon wieder, schienen nicht mehr die Kraft und den Willen zu haben, noch etwas zu bewegen.

Aber weit gefehlt! Arda Turan gelang der Anschlusstreffer und die Türken wachten auf. Einem Torwartfehler des tschechischen Schlussmanns Čech konnte Nihat Kahveci verdanken, den Ausgleich zu schaffen. Während unparteiische Beobachter klammheimlich auf das erste Elfmeterschießen der Geschichte in der Gruppenphase hoffte, gelang Matchwinner Nihat Kahveci der alles entscheidende Siegtreffer. Wahnsinn.

Damit aber nicht genug. Nein, Tschechien drückte und konnte sich wieder bis zum türkischen Strafraum durchkämpfen. Torwart Volkan ließ sich in der Nachspielzeit von Koller provozieren, schubste ihn und kassierte Rot. Herzflimmern bei jedem Fan guten Fußballs: Die Türkei hatte natürlich schon dreimal ausgewechselt, ein Feldspieler musste sich Volkans Handschuhe anziehen. Die Tschechen hätten nur einmal durchkommen müssen, das Tor zu erzielen wäre wohl kein Problem gewesen. Und dann: Elfmeterschießen gegen einen Feldspieler. Aber soviel Thrill hatte der Fußballgott heute nicht mehr parat. Reichte aber auch so.

Die Türkei zieht ins Viertelfinale ein. Verdient. Denn nur eine Mannschaft mit dieser Moral, die zweimal ein Spiel mit Kraft, Kampf und purem Willen gedreht haben, verdienen das Weiterkommen bei einem solchen Turnier.

Abschlusstabelle Gruppe A

1. Portugal (+2 Tore / 6 Punkte)
2. Türkei (0 / 6)
3. Tschechische Republik (-2 / 3)
4. Schweiz (0 / 3)

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