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Die letzten 5 redaktionellen Beitr├Ąge:


Hinter der Nebelwand

© Google (beide Bilder)

Wo ich wohne? Da, gleich hinter dieser Nebelwand.

Ja, auch in dem Haus, in dem ich zuhause bin, wohnen Innovationsfeinde mit irrationalen Vorstellungen von Google Streetview. Ich werde demnächst ein Foto von dem Haus online stellen, damit die momentan bestehende Informationslücke geschlossen werden kann.

Übrigens, liebe Pixelfreunde: Die Bilder sind wirklich uralt. Auf dem Schild der Tankstelle nebenan kostet der Liter Super 1,49. Das ist gut zwei Jahre her, dass das Benzin so viel gekostet hat. (Leider ist die Auflösung zu schlecht, um das Datum auf dem Zirkusplakat daneben entziffern zu können.)

Idioten, alles Idioten. *grummel*

Kommentar? [3]


Schrägstrichdeppenleerzeichen

Ich bin ja ein sehr leidenschaftlicher Gegner von so genannten “Deppen Leer Zeichen”. Das hat weniger mit meinem missionarischen Eifer oder meiner Klugscheißerei zu tun – zwei Eigenschaften, die man mir sonst durchaus zuschreiben kann – sondern vielmehr mit der Lesbarkeit von zusammengesetzten Wörtern. Es belastet mich beim Lesen, denn es macht einfach ein Unterschied, ob man “Auto Haus” oder “Autohaus” liest. Trotzdem sehe ich meistens über solche gravierenden Unkenntnisse generös hinweg. Das liegt allerdings ausschließlich an meiner äußerlich ausgeglichenen Art, denn innerlich brodelt es natürlich trotzdem in mir.

Wie dem auch sei, eine besondere Unart des Deppenleerzeichens ist das seit einigen Monaten beliebte Leerzeichen nach einem Schrägstrich. Ich bilde mir ein, davon eine regionale Verbreitung ausgemacht zu haben. Man möge mir widersprechen, aber Ausgang nahm diese bescheuerte Schreibweise meiner Beobachtung nach in Norddeutschland, mutmaßlich Hamburg. Von dort griff sie über nach Westdeutschland (zum Beispiel Köln), um kurz danach in Berlin uraufgeführt zu werden. Nun, nachdem diese falsche Schreibweise in den genannten Regionen schon wieder auf den Rückmarsch zu sein scheint, greift sie auf die Provinz über. Jedenfalls habe ich gerade das von einem Nürnberger Vertreter gelesen (tatsächlicher Inhalt unkenntlich gemacht): “Blabla/ Blabla.”

Aus diesem aktuellen Anlass ein letztes Mal auch für die Zurückgebliebenen die kleine Zeichensetzungslektion: Vor und hinter einem Schrägstrich kommt KEIN Leerzeichen. (Doch eigentlich einfach zu merken, oder?)

Kommentar? [2]


Ich esse ja auch kaum Fleisch

Ich nehme mal das heute von vielen Seiten verlinkte Defensive Omnivore Bingo zum Anlass, auch einmal auf Deutsch zu zeigen, wie ich immer wieder das gleiche höre, wenn ich erzähle, dass ich mich fleischlos ernähre.

Also, ich fange mal: »Hallo, ich bin Vegetarier.«

»Und warum?«
»Seit wann?«
»Aber Fisch isst du schon, ja?«
»Ich esse ja auch nicht so viel Fleisch.«
»Die Tiere werden doch extra dafür gezüchtet.«
»Wo sollen denn dann die ganzen Tiere hin, wenn wir sie nicht essen?«
»Der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen!«
»Das Töten tut den Tieren doch gar nicht weh.«
»Ich habe das ja auch einmal versucht. War aber nichts für mich.«
»Da fehlen dir doch ganz viele wichtige Nährstoffe!«

Und der beste von allen:
»Aber wenigstens bist du nicht so ein verrückter ... Wie heißen die, die überhaupt keine Produkte von Tieren essen?« – »Veganer.« – »Ja, genau. Das ist ja ganz schrecklich.« – »Meine Schwester ist Veganerin.« – »…«

Kommentar? [10]


Von Muttern ist das Beste

Diese, hm, ich glaube, zu dieser Werbeform sagt man noch “Reklame”, sehe ich immer auf meinem (Noch-)Arbeitsweg an eine Hauswand gemalt. Finde ich schon an sich geil:

Frische Feinkost

... wie von Muttern gemacht

Weil es ja nicht nur an den regionalen Dialekt appelliert (“von Muttern”), der ja dank solcher Immis wie mir immer weiter in den Hintergrund rückt. Es drückt ja auch Werte aus, die man kaum mehr kennt. In welcher CSU-Idealfamilie steht denn heutzutage noch Muttern in der Küche und macht so feine Feinkost, dass man sie in Gläser füllen und verkaufen könnte? Eben, Emanzipation und Elternzeit sei Dank kennt meine Generation ja kaum noch den Geschmack echter Hausmannskost. Wie gut, dass es da mit Merl noch einen Lieferanten gibt, der nicht nur dank seiner Feinkost an den alten, guten Geschmack erinnert, sondern das auch noch auf eine so unnachahmliche Weise macht, dass ich mich tatsächlich genötigt sah, es zu fotografieren und hier darüber zu schreiben.

Noch geiler wird die Sache aber, wenn man sich das Werbeumfeld so ansieht. Es gibt ja nicht wenig Werbefachleute, die dem Ambiente eine mindestens genauso große Bedeutung zumessen, wie der Werbung an sich. Und da hat Merl Feinkost ganze Arbeit geleistet:

➜ Weiterlesen: Wegen Spannungsaufbau erst nach dem Klick

Kommentar? [0]


Masse statt Klasse

Worüber ich mich immer wieder aufregen könnte, wäre ich nicht so ein ausgeglichener Mensch (höhö): Falsche Zeichensetzung mit der alles erschlagenden Begründung: “Bei uns macht man das so.” Als ob die Masse es richtiger machen würde.

(Konkreter Fall mal wieder, wie seit Jahren: Das Leerzeichen hinter dem Schrägstrich, das da nicht hingehört.)

Kommentar? [1]


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