Urlaub, Tag 1

Ein Urlaub an sich ist schon ein seltenes Ereignis in meinem Erwerbsleben. Aber wenn ich zeitgleich auch keinen Lernstress mit dem Abendstudium habe, dann ist das schon sensationell. Ich habe mir also diese zwei Osterferienwochen Urlaub genommen, um noch einmal richtig auszuspannen, bevor es bis Ende November nur noch so krachen wird vor Stress und Hektik.

Am ersten (Arbeits-)Tag eines Urlaubs rechne ich – traditionell begründet – stets mit einem frühen Anruf eines Kollegen. Erfahrungsgemäß pendelt sich erst am dritten Tag meiner Urlaubszeit die Firma so ein, dass sie auch mal zeitweise ohne mich zurecht kommt. Ob ich mir jetzt über meine Ersetzbarkeit Sorgen machen sollte, weiß ich nicht. Ich habe aber jedenfalls heute keinen einzigen Anruf erhalten. Insofern war ich, auch dank eines fast durchgeschlafenen Sonntags – schon reichlich ausgeruht und entspannt, als ich mich mit der nettesten Begleitung der Welt in den weltberühmten Volksgarten aufmachte, um das herrliche Wetter zu genießen.

Ich bin nun sooo entspannt, dass ich völlig überrascht von mir selbst bin. Dass ich noch immer dazu fähig bin, einfach mal auf einer Parkbank zu sitzen und das Leben zu genießen, das hätte ich gar nicht mehr für möglich gehalten nach sechs Monaten Dauerbelastung.

Aber ich war ja nicht der Einzige, der diese Sonnenstrahlen zu nutzen wusste:*

Der Volksgarten war ziemlich voll für einen späten Montag Nachmittag. Natürlich nicht so voll wie im Sommer, aber es hat Spaß gemacht, die Menschen beim Frisbeezuwerfen, Fuß- und Federballspielen, ja sogar beim Boxkampf (!) zu beobachten.


Geschäftsbewusst hat auch die gastronomische Elite das Wetter zu nutzen gewusst. Ein zartes Klingeln wies die Massen darauf hin: Hier gibt es (falls man das auf dem Foto nicht erkennen kann) »Ital. Eis«. Ich habe figurbewusst darauf verzichtet. (In Wahrheit hatte ich nur nicht genug Geld dabei.)


Aber mir ging/geht es gut. Erholt. (In der Hoffnung, dass diesen Eintrag keiner meiner Arbeitskollegen liest und sich denkt, ich wäre in der Stimmung für einen Anruf.)

* Entschuldigung für die miese Handy-Foto-Qualität. Ich warte immer noch auf eine neue, richtige Kamera.

Dienstag, 03. April 2007, 00:18 Uhr
Abgelegt unter: Privat


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