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Die letzten 5 redaktionellen Beitr├Ąge:


Gender Gap

Gender Mainstreaming hin oder her, eher mache ich einen auf JAWL und rede Sie, verehrte Leserinnen, hier alle nur noch mit einer generischen weiblichen Form an, als dass ich diese immer moderner werdende Schreibweise mit Unterstrich verwende (die so genannten Gender Gaps). Jedes einzige verdammte Mal, wenn ich etwas lesen muss wie “Redner_innen” oder “Schüler_innen” stockt mein Lesefluss, so dass ich kaum mehr in den Satz komme. Das ist genau ein Schritt zu viel; das ist das Stück, bei dem die political correctness die Praktikabilität überholt.

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Abwegig

Gegen die informationelle Selbstbestimmung verstieß die “Lünepost”. Sie zeigt regelmäßig Fotos, auf denen jeweils eine Szene aus dem Straßenleben der Stadt gezeigt wird. Das Gesicht einer der dort abgebildeten Personen wird von der Zeitung gelb eingekreist und damit durch einen so genannten “Glückskreis” hervorgehoben. Unter demFoto wird der Aufenthaltsort der Person zum Zeitpunkt der Aufnahme genannt und es wird ein Einkaufsgutschein von 25 Euro versprochen, wenn sie sich innerhalb von vier Wochen bei der Zeitung meldet. Der Beschwerdeausschuss [des Presserats] hält es für ethisch nicht vertretbar, dass die betreffenden Personen ohne ihr Wissen in der Zeitung veröffentlicht werden. Die Angaben zu Zeitpunkt und Aufenthaltsort seien zudem Angaben aus dem Privatleben der Abgebildeten, die ohne deren Einverständnis veröffentlicht würden.

DWDL

Wie kommt man als Zeitung auf eine so abwegige Idee für ein Gewinnspiel? Und vor allem, wie kann man dort ernsthaft glauben, dass es niemandem auffallen wird, dass man damit massiv gegen das Persönlichkeitsrecht verstoßen wird? Oder ist man in Lüneburg etwa tatsächlich der Meinung gewesen, das sei einfach nur eine nette Idee, die keinem weh tut?

Edit 26.03.11, 01:15: Für ein paar Stunden stand hier noch ein anderer Satz, der ungefähr das gleiche ausdrücken sollte, aber irgendwie so durcheinander war, dass ich selbst nicht mehr wusste, was ich eigentlich sagen wollte. Ich hoffe, das ist jetzt ein wenig klarer geworden.

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Moratorium

Es beruhigt mich ungemein, dass es nur zweier Super-GAUs bedarf, dass die Atomenergie in Frage gestellt wird. Angela Merkel lässt—“vorübergehend”—sieben Kraftwerke abstellen. Bin gespannt, wie viele davon nach drei Monaten abgeschaltet bleiben und ob tatsächlich ein Umdenken stattgefunden hat oder ob das nur dünne, ekelhafte Wahlkampftaktik war.

Wie dem auch sei: Wer auch immer demnächst die Möglichkeit hat, zu wählen, sollte es vermeiden, sein Kreuz bei der CDU zu machen. Opportunisten dieser Größenordnung verdienen keine Belohnung.

PS: “Moratorium” wurde gestern offiziell auf meine Kandidatenliste zum Unwort des Jahres genommen.

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Libyen

Ich weiß, dass die Augen derzeit auf einen anderen Punkt auf der Weltkarte gerichtet sind. Aber dennoch, oder besser: gerade deswegen möchte ich kurz an Libyen erinnern. Ich fasse es immer noch nicht, wie die so genannte internationale Gemeinschaft tatenlos zusehen kann, wie ein Despot sein eigenes Volk tötet. Wie er Tag für Tag immer mehr Städte von den Aufständischen zurückerobert. Wie er wohl—so sieht es momentan aus—binnen Wochenfrist wieder das ganze Land unter Kontrolle haben wird. Wie dann hunderte Menschen umsonst gestorben sein werden. Wie der ganze Umsturzprozess im Nahen Osten ins Stocken geraten, wenn nicht sogar beendet werden wird.

Ich kenne die wahren Gründe für die westliche Zurückhaltung nicht, ich kann sie nur mutmaßen. Sicher haben die Erfahrungen aus Afghanistan und dem Irak einen Anteil. Aber sind es nicht vielleicht auch politische und wirtschaftliche Gründe?

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Bald ist es soweit

Ich kann’s selbst kaum glauben, aber Anfang Mai wird das JC-Log, das älteste orangefarbene Weblog der Welt (höhöhö), geschlagene 10 Jahre alt. Zehn! Jahre! (Alter, bin ich alt geworden.)

Was ich geplant habe, bis dahin gemacht zu haben: Einen kompletten Restart mit Wordpress. Die Installation läuft schon seit Monaten im Hintergrund, aber ich habe – verdammt nochmal! – einfach noch nicht die Zeit oder die Lust gefunden, das Design und alle anderen Dinge JC-Log-mäßig anzupassen. Das macht man auch bei seinem allerersten Wordpress-Blog nicht innerhalb von zwei Stunden, wie ich gemerkt habe. Aber ich möchte spätestens zur großen 10 endlich soweit sein. Und deshalb schreibe ich das jetzt hier, damit ich mich selbst ein wenig mehr unter Druck setze.

Achso, natürlich ist ein großes Blogger-gratulieren-dem-JC-Log-Treffen obligatorisch. Wie sieht’s aus, verehrte Feiergemeinde? 20. Mai 2011? (Näher am tatsächlichen Feierdatum geht aus Klausurgründen leider nicht.)

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