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Die letzten 5 redaktionellen Beitr├Ąge:


Frauen können Auto fahren

Meine Ich-fahre-mit-dem-Auto-zur-Arbeit-Zeit neigt sich langsam (wieder einmal) dem Ende zu. Meine neue Arbeitsstelle liegt zu sehr in Köln, als dass sie noch vernünftigerweise mit dem Auto bedienbar wäre.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mit einem Vorurteil aufzuräumen. Es ist tatsächlich nicht so, dass Frauen nicht Autofahren könnten. Vielmehr ist es so, dass Männer diejenigen sind, die

Seit fünf Monaten fahre ich jetzt jeden Arbeitstag mindestens 60 Kilometer, hauptsächlich auf Autobahnen. Kein einziges Mal habe ich mich über eine Fahrerin aufgeregt, obwohl ich quasi nie ohne erhöhten Blutdruck Puls aus dem Auto aussteige.

Das musste mal gesagt werden.

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Rezension zu Ein König für Deutschland

Amazon-Rezension des Buchs »Ein König für Deutschland« von Andreas Eschbach.

An diesem Buch ist vieles super: die Idee; das Nerdige drumherum; die Erklärungen für die, die nicht Nerds sind; die Recherchen, die Eschbach getätigt hat; der Hintergedanke, der dieses Buch trägt.

Dumm nur, dass die gesamte Handlung schon im Klappentext steht. Das hat jede Spannung rausgenommen. Und ab dem Punkt, an dem die Geschichte ins Unbekannte, noch nicht im Klappentext erwähnte läuft, merkt man sehr deutlich, dass Eschbach die Ideen ausgegangen sind und das Buch fertig werden musste.

“Ein König für Deutschland” ist leider kein typischer Eschbach, auch wenn er so beginnt. Dafür spräche die Gesamtstory und die Ausarbeitung der Protagonisten. Dagegen spricht allerdings die Lieblosigkeit in der Geschichtsfortführung sowie das Ende.

Das schlimmste an dem Buch ist allerdings der überall durchdringende missionarische Gedanke, den Eschbach an den Tag legt. Der (gelungene) Versuch, die Leser davon zu überzeugen, dass Wahlmaschinen böse sind, trieft aus jeder Seite. Und wer es bis zum Ende immer noch nicht mitbekommen hat, dem wird es spätestens im Nachwort gesagt.

Das nächste Buch, lieber Herr Eschbach, sollte bitte wieder stärker in der Fiktion angesiedelt und keine Mission sein.

★★★✩✩

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Rezension zu Besseres Deutsch: Kompakt, kompetent, kurzweilig

Meine erste Amazon-Rezension für das Buch »Besseres Deutsch: Kompakt, kompetent, kurzweilig« von Peter Kruck.

Gekauft, weil es in der Fachzeitschrift für Marktforscher empfohlen wurde, hatte ich mir mehr erhofft. Wie sich später aber herausstellt, ist das Buch eher für Studenten (pardon, Studierende) geeignet. Es geht in dem Buch viel um wissenschaftliches Arbeiten, die richtige Gliederung, Zitierweise und so weiter. Auch wenn der Autor etwas anderes behauptet: Das hat nichts mit meinem Arbeitsalltag zu tun.

Ansonsten ist das Buch unterhaltsam und mit amüsierenden Fußnoten versehen. Manchmal wird es allerdings der Selbstbeweihräucherung zu viel. Trotzdem erfährt man, wie man viele oft gemachte Fehler vermeidet und erfährt vor allem, warum diese Fehler passieren und warum es anders gemacht werden muss. Dennoch wage ich die Prognose, dass Personen, die nicht so sehr wie ich einem Rechtschreibfetischismus unterlegen sind, an einigen Stellen gedanklich aussteigen werden. Nicht alles, was der Autor voraussetzt, ist dem gewöhnlichen Studenten/Angestellten klar.

Viel schlimmer noch: An einigen Stellen widerspricht das Buch allen gängigen Empfehlungen. So gilt es unter Lektoren allgemein als verpönt, Klammern zu setzen oder im Übermaß Doppelpunkte oder Gedankenstriche zu verwenden. Genau das wird aber im Buch mehrfach empfohlen.

Zudem widerspricht sich der Autor an manchen Stellen selbst, wenn er beispielsweise das eine Mal empfiehlt, stets kurze Sätze zu schreiben, um dann an anderer Stelle für Abwechslung im Text mithilfe von langen Sätzen zu plädieren.

Bei den Tipps zur Formatierung, die am Ende des Buchs kommen, wird ein höherer Grad an Vorwissen vorausgesetzt. Zudem vertut sich der Autor an manchen Stellen in einem Ausmaß, dass ich jedem im Umgang mit Word Unwissenden nur anraten kann, sich besser ein anderes Buch kaufen, um sich mit der Software auseinander zu setzen.

Und schließlich und endlich hat der Verlag dem Autor auch keinen Gefallen damit getan, dem Buch eine Typografie zu geben, bei der die 1 (eins) wie eine römische aussieht, was es schwer macht, den aufgeführten Unterschied zwischen einer arabischen und römischen Ziffer zu identifizieren. Bei einem Beispiel, in dem er den falschen Gebrauch eines ß bei der Wiedergabe in Versalien deutlich machen wollte (“STRAßE”), hat sich der Verlag dafür entschieden, aus dem ß ein SS zu machten, so dass das ganze Beispiel ad absurdum geführt wurde.

Insgesamt ist das Buch ein unterhaltsamer Exkurs in die Rechtschreib- und Grammatikkunde, das seinem Preis gerecht wird. Wer aber wirklich Probleme mit Zeichensetzung, Rechtschreibung oder gutem Schreibstil hat und nicht nur eine Auffrischung seiner guten Kenntnisse benötigt, sollte zu einem anderen Buch greifen. Und wer nicht Studierender ist, sollte sowieso seine Finger von dem Werk lassen.

(Die offensichtlichen Probleme des Autors mit Political Correctness, vor allem im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht, habe ich bei dieser Rezension einmal außer Betracht gelassen.)

★★✩✩✩

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Famous Last Tweets 2010

Auch dieses Jahr sollen sie nicht fehlen: meine Twitter-Lieblinge des vergangenen Jahres. Es sind nicht sehr viele, was einige Gründe hat (mehr Facebook, weniger Twitter; teilweise Software, die das “faven” nicht beherrscht; Desinteresse). Einer der vielen Versuche, die Flüchtigkeit Twitters ein wenig unflüchtiger zu machen.

➜ Weiterlesen: Die Tweets 2010

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Ausfaden

Als ich vor etwa achteinhalb Jahren bei meinem damaligen Arbeitgeber gekündigt habe, war das vor allem eines: Eine große Befreiung von einer schweren Last. Ich war jung, knackige 22 Jahre alt, und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, die nächsten 45 Jahre immer wieder diese gleichen zwei Tätigkeiten auszuführen, in denen ich gut genug war, um sie auf einer Arschbacke auszuführen. (So hatte ich allerdings auch Zeit, nebenbei vier Weblogs regelmäßig zu befüllen.) Ich machte mich selbständig mit etwas, das ich als Hobby bezeichnete und war daher voller Enthusiasmus.

Und dann kam irgendwann der Anruf. Und ich beschloss, nach Köln zu ziehen und einen neuen Job anzutreten. Mehr Verantwortung, mehr Geld, mehr Herausforderung. Es klang und war super. Nicht immer, aber immer wieder. Aber Zeiten ändern sich und nach mehr als sieben Jahren bin ich gerade dabei, auszufaden. Noch etwas mehr als drei Wochen habe ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber, dann kommt der Vereinswechsel. Vorstellen kann ich’s mir noch nicht richtig. Was mich aber nicht daran hindert, mich sehr darauf zu freuen. Neue Herausforderungen – yeah.

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