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Die letzten 5 redaktionellen Beitr├Ąge:


Virus nicht zu stoppen

Morgens laufe ich oft an dem einen oder anderen »Bild«-Zeitungsdiener vorbei und lese en passant die Schlagzeile den Aufreger des Tages, um mitreden zu können. Aber heute musste ich zum ersten Mal zurückgehen und die Schlagzeile ein zweites Mal lesen. (Tipp: Es hat mit meinem Nachnamen zu tun, den ich zunächst glaubte, gelesen zu haben.)

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Eine Weltsprache

Allzu häufig wird bedauert, dass Sprachen aussterben. Deshalb gibt es einen Verein Deutsche Sprache und andere, die sich mit dem Erhalt der nun wirklich nicht vom Aussterben bedrohten deutschen Sprache beschäftigen. Insgesamt jedoch scheint die Lage dramatisch zu sein: Von 6.700 bekannten Sprachen sind über 2.300 mehr oder weniger stark vom Aussterben bedroht, fast 250 Sprachen sind seit 1950 bereits verschwunden.1 Damit wird auch allerorts kolportiert, es sterbe damit ebenfalls ein Stück Kultur.

Sprache ist natürlich Kultur. Die Frage ist aber, wie wichtig sie ist und ob Goethe oder Schiller nicht genauso erfolgreich gewesen wären, hätten sie ihre Werke in Esperanto verfasst. Oder um genauer zu sein: in Englisch. Denn Englisch setzt sich seit Jahrzehnten immer mehr durch. Mittlerweile sprechen 690 Millionen2 Menschen auf der Welt Englisch, und es werden täglich mehr. Selbst Menschen aus stolzen Nationen wie Russland, China oder den arabischen Staaten konversieren international auf Englisch, insbesondere natürlich im geschäftlichen Bereich. Und wer heutzutage einen besseren Job haben möchte, kommt um »gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift«, wie man gerne in Stellenanzeigen liest, nicht herum.

Die Frage ist, ob das in die richtige Richtung geht. Sollte man (noch mehr) die Ausbildung der Weltbevölkerung darauf forcieren, Englisch zu lernen, am besten bereits im Vorschulalter? Oder muss man sich dafür einsetzen, eine große Sprachenvielfalt, manchmal auch künstlich, aufrechtzuerhalten?

Ich habe dazu eine ganz klare, aber bislang nie geäußerte Meinung. Selbst ein großer Verfechter von deutscher Rechtschreibung und Grammatik, sage ich ganz klar: Ich träume von einer einheitlichen Weltsprache, die alle Menschen sprechen und verstehen.

Ob das nun unbedingt Englisch sein muss – egal. Wobei es sich aus historischen Gründen einfach anbietet und es nun wirklich schwieriger zu erlernende Sprachen gibt. Hinzu kommt, dass die westliche Kultur weltweit sowieso schon prägend ist – man denke nur daran, welches kalendarische System weltweit Gültigkeit hat. Aber die Wahl der Sprache ist sekundär.

Eine einheitliche Weltsprache ist unerlässlich für die Beseitigung und das Verhindern zahlreicher Konflikte, die einfach nur auf Missverständnissen oder Unkenntnis des Gegenübers beruhen. Wie viele Dinge man einfach nicht versteht, weil man nicht die selbe Sprache spricht! Hier sollte als Beispiel das (wahrscheinlich bekannte und von mir hoch geschätzte) Blog USA Erklärt angeführt werden, das aufzeigt, wie eine Kultur, die uns durch Film, Fernsehen und durch unseren Lebensstil doch so nah ist, trotzdem so fremd sein kann, und wie immer wieder Verwirrungen und Missverständnisse entstehen, weil unterschiedliche Sprachen gesprochen werden.

Ich glaube, dass uns beispielsweise asiatische Völker und auch muslimisch geprägte Nationen nicht so fremd (und damit suspekt und/oder Angst einflößend) wären, sprächen wir die selbe Sprache. Es ist die Sprache, die uns hörbar voneinander trennt. Und es gibt manigfaltige Beispiele, wie Übersetzungsfehler oder -ungenauigkeiten weitreichende Folgen hatten (dazu ein weiterer (meinen Punkt nicht vollständig klar machender) Verweis zu USA Erklärt: Das Schicksalswort mokusatsu). Es gibt noch mehr Beispiele, wie Sprache als hör- und sichtbare Abgrenzung dient (wie in Spanien, wo die katalanische Sprache künstlich aufrecht erhalten wird und damit die Katalanen von Spanien weiter abgrenzen).

Meine Meinung ist also ganz klar: Die Bemühungen von Organisationen wie der UNESCO sollten sich nicht darauf konzentrieren, vom Aussterben bedrohte Sprachen zu erhalten, sondern im vollen Gegenteil forcieren, dass in mittelbarer Zukunft alle Menschen der Erde die selbe Sprache sprechen und verstehen können.

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In Hürth-Kalscheuren sind die Jugendlichen anders

Man kennt das ja. Es sollte mittlerweile bis in den letzten Winkel vorgedrungen sein, dass übermotivierte – ich vermute jugendliche – Personen überall ihre Tags und sonstige Schmierereien hinterlassen. Besonders beliebt sind dabei lustigerweise Bahnunterführungen. Warum das so ist, kann man nur vermuten. Jedenfalls nutzen die Kreativen ihre Freifläche, wenn schon nicht für sinnlose Tags, für eher sinnfreie Sprüche wie »Anarchie statt Deutschland« oder umgedrehte Hakenkreuze.

In der Bahnunterführung von Hürth-Kalscheuren ist das anders. Man sollte in diesem verstrahlten Industrie- und Fernsehstudioteil von Hürth vermuten, dass nur noch Reste rumlaufen. Aber offensichtlich ticken diese Jugendliche anders. Oder wie sind zum Beispiel die beiden folgenden Schmierereien zu erklären?

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Manifest zur Durchführung qualitativ höherwertiger Gespräche

Bei folgenden Redewendungen und Vergleichen beende ich ab sofort jegliche Diskussionen oder Gespräche ohne vorherige Warnung:

Alle Vergleiche mit dem Dritten Reich (insbesondere, aber nicht ausschließlich in der Richtung »war ja nicht alles schlecht«).
Alle Vergleiche mit der DDR (insbesondere, aber nicht ausschließlich in der Richtung »war ja nicht alles schlecht«).
Der Spruch: »Das geht ja gar nicht!«
Der Spruch: »Da muss man doch was tun!« (Insbesondere, wenn man dabei deutlich zu erkennen gibt, dass »man« alle anderen sein sollten.)
Alles, was die Redewendung »... dem kleinen Mann« in der Bedeutung von »wir armen kleinen Bürger ohne Macht« beinhaltet. (Definitiv nicht gemeint ist der kleine Mann im Sinne einer männlichen Person geringer Körpergröße.)
Der Spruch: »Mit uns kann man’s ja machen!«

Die Liste wird laufend aktualisiert. Ergänzungen gerne in den Kommentaren!

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