Willkommen im JC-Log!
Die letzten 5 redaktionellen Beiträge:
- Female vs. Male vom 21.10.2008
- Bücher-Stöckchen vom 19.10.2008
- Obama ist witzig vom 17.10.2008
- Atlanta vom 15.10.2008
- New York: Zweiter Eindruck vom 14.10.2008
New York: Erster Eindruck
Wenn ich mal meinen bisherigen Tag zusammenfassen dürfte:
8:30 Aufstehen.
8:35 Eine schnelle Runde laufen (ca. 3km).
9:45 Ich verlasse das Haus und fahre zum Kölner Hauptbahnhof.
10:21 Ich fahre zum Düsseldorfer Flughafen.
11:08 Ich komme am Flughafen an.
12:30 Eigentlich sollte jetzt das Boarding losgehen, aber die Gates werden spontan durcheinandergewürfelt.
13:15 Endlich Boarding. Ich musste über eine Stunde rumstehen, weil für ca. 12.000 Menschen nur zwanzig Plätze zur Verfügung standen.
14:00 Wir heben ab.
16:30 US-Zeit (in Wahrheit sind 8½ Stunden vergangen, von denen ich 8:25 Stunden saß). Wir landen.
18:00 Nach eineinhalb Stunden Anstehen darf ich endlich einem Zollbeamten erzählen, was ich in den USA machen werde.
18:15 Ich lasse mich von einem Araber in einem nicht registrierten Taxi für das Doppelte des normalen Preises nach Manhattan fahren.
19:00 Ich bin endlich auf meinem Zimmer. 12 Stunden kostenloses Internet über WLAN. Fernseher, auf dem ich erst »Americas Funniest Home Videos« auf ABC angesehen habe (Entstehungszeit des obigen Fotos), jetzt aber gerade auf USA »House MD« ansehe (bin aber mittendrin eingestiegen und habe keine Ahnung, warum Dr. House einen Verband trägt). Jetzt warte ich auf den Geschäftspartner, der mich zum Essen einladen will.
Fett im Geschäft
Weil ich ihn gerade wieder durch das formatfüllende 16:9-Fernsehbild schwabbeln sehe: »Jumbo Schreiner«, alias Thomas Schreiner, seinerseits freier Mitarbeiter bei Galileo-Sendungen von ProSieben (»XXL-Tester«), ist für mich schon seit seinem ersten Auftreten der Inbegriff einer im schlechtesten Sinne übersättigten Gesellschaft. Wie er da beinahe Woche für Woche — normalerweise ist er sonntags im Einsatz — die größten Speisen wahlweise Deutschlands oder der Welt sucht, spottet jeder Beschreibung. Heute half er tatkräftig mit bei einem 27-Meter-Zwiebelkuchen (erfolgreicher Versuch für das Guinness-Buch), vor etlichen Wochen reiste er mal eben nach Amerika um den größten Burger der Welt zu finden.
Natürlich schwingen bei mir da noch andere Emotionen mit, wenn »Jumbo« als Inbegriff eines ungesund lebenden Menschen mit dutzenden Kilogramm Übergewicht den hemmungslosen Fleischverzehr zelebriert und vorlebt. Deshalb habe ich bei der heutigen Galileo-Sendung auch besonders gelacht, als ein Sternekoch, der als Hobby Marathonstrecken rennt, etliche spitze Kommentare über Schreiners Übergewicht platzierte, der sich anfangs anschickte, über jemanden zu lachen, der Entspannung als Motiv für das Laufen angab.
Aber auch sachlich gesehen ist es ein falsches und allzu billiges Vorbild, das ProSieben mit seiner (auch sonst immer schlechter werdenden) Galileo-Sendung vorlebt. Man täte besser daran, nach den schönsten sinnvollen Freizeitbeschäftigungen zu forschen oder die besten gesunden Snacks vorzustellen; nur als Beispiele.
Oder was meint ihr?


