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Die letzten 5 redaktionellen Beitr├Ąge:


Erkenntnisse XIX

Erkenntnisse 19

Erstens. Dieses »Hurra! Nein, doch nicht.«-Gefühl. Interessant, aber auch ziemlich deprimierend.

Zweitens. Der OnlineTVRecorder ist ein tolles Ding. Mal wieder was, das sich erst nach langer Zeit bis zu mir rumgesprochen hat, dafür jetzt aber in aller Extensionalität genutzt wird. (Cool, neues Wort erfunden.)

Drittens. Habe gestern beschlossen, wieder Premiere zu abonnieren. Bundesliga ohne Fernsehen ist irgendwie nicht dasselbe. Ich hatte mich so sehr daran gewöhnt, samstags den Nachmittag mit Bundesliga zu verbringen und vermisse es noch immer, obwohl ich schon eineinhalb Jahre »trocken« bin. Die Sportschau ist nett, aber viel zu spät, viel zu wenig und vor allem viel zu ungünstig, weil ich dann doch zu oft schon aus dem Haus war, als es losging. Und über DSF am Sonntag Abend brauchen wir ja gar nicht erst reden. — Muss jetzt nur noch den Plan in die Tat umsetzen.

Viertens. Seit ich täglich twittere, habe ich mir diesen Stakkato-Schreibstil angewöhnt.

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Wo bleibt die Bahn?

Eine Bahn der KVB

Da stand ich also gestern Morgen, wie jeden Tag unter der Woche, gegen 8 Uhr 30 am Chlodwigplatz und wartete auf die 8:30- oder 8:33-Bahn, die mich zuverlässig wie immer zum Barbarossaplatz bringen sollte. Und wartete. Und wartete. Erstaunlich wenig Menschen heute, fiel mir auf. Und wartete. Und die paar, die da warteten, gehen jetzt auch!? Und wartete.

Nach ungefähr zehn Minuten wurde es mir dann doch unheimlich. Auch vor dem Hintergrund, dass ich selbst mit einer baldig eintreffenden Bahn Gefahr liefe, zu spät zur Arbeit zu kommen, fragte ich mal einen Ex-Warteten, der sich gerade anschickte, den Bahnsteig zu verlassen, warum er genau dies tat. »Die streiken heute« war seine kurze wie präzise Antwort. Eine schnelle Rückversicherung über »echtes Internet« auf meinem Handy gab mir die Gewissheit und verleitete mich dazu, den 20-minütigen Fußweg in 15 Minuten zurückzulegen und es — dank sich einer ein paar Minuten verspäteten Regionalbahn — noch rechtzeitig zur Arbeit zu schaffen. Was ein Glück, dass ich genau aufgrund solcher Unwägbarkeiten immer einen Zeitpuffer in meine morgendliche Rituale einbaue.

Aber ich war auf jeden Fall stinksauer gestern. Denn hätte ich nicht gefragt, hätte ich bis Mittag warten können, dass endlich einmal eine Bahn eintrifft. Keine Information, nirgendwo. OK, im Radio, aber das höre ich nicht mehr, seit ich kein Auto mehr habe. (Ein Teufelskreis!) Wenigstens erging’s mir nicht wie angeblich einer 1Live-Moderatorin, die wohl im Radio sagte, sie hätte am Vortag ständig über den Streik berichtet, um sich gestern dann doch wie gewohnt an die Haltestelle zu begeben. Und lachte.

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12, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1

Von Christian sind eine ganze Menge Fragen aufgeworfen worden. Ich werde mich mal bemühen, sie zu beantworten.

➜ Weiterlesen: 12, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 Antwort(en)

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Pupsing since 11 thousand years

Kühe

Der größte Schwachsinn übrigens, den ich irgendwann irgendwo in den letzten Tagen gesehen habe: Wissenschaftler forschen zurzeit nach Medikamenten für Kühe und andere Wiederkäuer, um deren Methan-Ausstoß zu verringern. Wegen des Klimas. Mir wäre fast der Kopf vor lauter Schütteln abgefallen.

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Ein sterbender Hype

Der Post Tower in Second Life

Ich war schon lange der Auffassung, dass Second Life vor allem ein Thema für die Medien ist, nicht aber für die Verwender. Ich zumindest kenne bis heute keine einzige Person, die Second Life jemals über das »Ich schaue mal, was das ist, von dem alle reden«-Stadium hinaus genutzt hat. Einen Effekt allerdings hat dieser eigenartige Hype um schlecht gerenderte 3-D-Umgebungen, in denen das Pupsen schon Geld kostet: Dutzende Unternehmen, die keine wirkliche Ahnung vom Internet haben, waren der Meinung, sie müssten sich diesem Trend anschließen und haben wahnsinnige Beträge verpulvert, um sich ein Grundstück und ein Gebäude im Second-Life-Universum leisten zu können. Nur, um im Anschluss dann festzustellen, dass das kein Schwein interessiert.

Im aktuellen Fall hat sich die Deutsche Post entschlossen, ihren erst im vergangenen Mai errichteten »Post Tower« auf der virtuellen Insel »Post Island« wieder abzureißen. »Die mangelnde Nutzung des posteigenen Serviceangebots«, so ein Sprecher der Post in der aktuellen »Welt am Sonntag«, sei der Grund.

Die Zeitung gibt dabei auch Zahlen bekannt, die meine These vom verpufften Hype unterstützen. So waren im vergangenen Dezember 665.000 Personen aus Deutschland in Second Life registriert. Aber nur rund 6% von ihnen haben die virtuelle Welt wirklich genutzt. Auf der Post-Insel landeten so monatlich zwischen 700 und 900 Besucher, trotz oder wegen aufwendiger Marketing-Aktionen. Betrachtet man die Investitionen in Höhe eines »mittleren sechsstelligen Betrags«, kann man sich vorstellen, wie viele Briefmarken gekauft werden mussten, um diese handvoll Besucher auf die virtuelle Post-Insel zu locken.

Die Deutsche Post war also schlecht beraten, diese Investition überhaupt zu tätigen. Aber immerhin ist das Unternehmen schlau genug, jetzt die Notbremse zu ziehen. Man darf gespannt sein, wann es bei den anderen Unternehmen so weit ist, die einem leeren Hype kopflos gefolgt sind.

Quelle: CIO Weblog | Link: Second-Life-Seiten der Deutsche Post

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