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Die letzten 5 redaktionellen Beitr├Ąge:


Hate it

Oh, Jamba hat einen neuen Werbeslogan:

Jamba – Love it or hate it

Da entscheide ich mich doch spontan … hmm, mal überlegen … für »hate it«.

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Fünf Jahre danach

Sprachlosigkeit und Trauer, Fassungslosigkeit und Wut.

Das schrieb ich heute vor fünf Jahren. Andere schrieben mehr, ich beschränkte mich auf das Erfassen neuester Nachrichten und das Posten in den mittlerweile nicht mehr existenten JC-News. Vor fünf Jahren war ich krank, lag auf dem Sofa und schlief gerade ein. Um 16 Uhr kam Star Trek NG, das wir jeden Tag aufnahmen, deshalb sprang der Videorecorder an. Ich registrierte das im Halbschlaf und wachte wieder auf, als er sich wenige Minuten später – VPS sei Dank – wieder ausschaltete. Ich wollte nur sehen, warum dieser blöde Videorecorder wieder ausgegangen war und schaltete Sat.1 ein. Ich sah einen brennenden Turm des World Trade Centers. Ein Sportflugzeug sei hineingerast, hieß es zu diesem Zeitpunkt noch. Kurze Zeit später – das zweite Flugzeug war »gelandet« – war klar, dass das kein Unfall war.

Ich war die nächsten mindestens acht Stunden nicht mehr vom Fernseher wegzubekommen, saugte jede neue Nachricht in mich auf, versuchte nebenbei, auf den völlig überlasteten Nachrichtenseiten im Internet Informationen zu bekommen. Nur kurz verließ ich die Wohnung, um Claudi abzuholen. Auf der Fahrt starrte ich immer wieder nach oben, in den Himmel, und sagte zu mir: »Dieser Tag wird die Welt verändern.«

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Beurteilungskriterium

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt. (Mahatma Gandhi)

Ich komme mir ja manchmal arg arrogant vor, wenn ich Menschen danach beurteile, wie sie Tiere behandeln. Andererseits stelle ich immer wieder fest, dass ich absolut recht damit habe.

Bei uns auf dem Gelände, auf dem ich arbeite, streunt seit etlichen Wochen ein Kater herum, der die Ratten entdeckt hat, die da herumlaufen. Das heißt, seit er da ist, laufen sie nicht mehr herum, denn er ist da sehr fleißig. Manchmal kommt er in unser Gebäude, um sich auf den kalten Fließen niederzulassen und sich abzukühlen. Immer wieder passiert es dann, dass jemand ihn von dort vertreibt. Alleine das finde ich schon sehr eigenartig, denn Katzen sind keine tollwütigen Hunde oder andere mordsgefährliche Tiere, die einem grundlos Schmerz zufügen. Vor ein paar Tagen trampelte mal wieder ein Typ lautstark auf den Kater zu (was schon sehr behindert lustig aussah) und schrie hysterisch »Hau ab! Hau ab!«. Wäre der Kater nicht so reaktionsschnell gewesen, hätte er noch einen Fußtritt abbekommen. Ich sehe das und denke sage: »Arschloch!«

Und ich hatte mal wieder recht. Denn alles, was ich vorher und seitdem von ihm gehört habe, war menschenverachtend. Zuletzt machte er sich weit, weit unter der Gürtellinie über Natascha Kampusch lustig. (Wobei das Kampusch-Interview wieder eine andere Geschichte ist, über die ich mich hier nicht auslasse.)

In meiner wilden Jugend™ war ich mit jemandem befreundet, der hatte es sich zum Hobby gemacht, Katzen und Hunde mit Steinen zu bewerfen und ihnen auch sonst nichts Gutes anzutun. Damals war ich weit weniger Herr meines Verstandes und fand ihn und damit auch seine Taten cool. Später erst stellte ich fest, was für ein beschränkter Idiot und Versager er ist. Einer, der wirklich große Probleme hat(te).

Als ich beim Elbe-Hochwasser im THW-Einsatz war, gab es einen jugendlichen Einheimischen, dessen Elternhaus gerade mit Wasser volllief. Ich war mit etwa weiteren fünf Mann angerückt, um mit Sandsäcken und anderen Mitteln zu verhindern, dass der Heizungskeller und damit der Öltank unter Wasser steht. Dieser Typ hatte derweil nichts besseres zu tun, als fliehendes Kleingetier (Ratten, Mäuse, Eichhörnchen) zu jagen. Als er es endlich geschafft hatte, eine Ratte oder Maus – so genau war das nicht mehr zu erkennen – mit einem einzigen Fußhieb totzutreten (immerhin, Hochachtung vor der Reaktionsgeschwindigkeit), bot ich ihm Prügel an. Das erste und bisher einzige Mal übrigens, an dem ich nur noch körperliche Gewalt als Lösungsmittel sah – wahrscheinlich war ich einfach nur übermüded und überfordert. Jedenfalls fing er sofort an zu heulen und winselte geradezu (um Gnade oder Verständnis oder irgendetwas anderes – ich konnte ihn nicht mehr verstehen). Ich merkte, dass das unter Wasser stehende Haus, in dem er gestern noch wohnen konnte, sein wirkliches Problem ist.

Um das zusammenzufassen: Menschen, die Tiere mies behandeln, kompensieren entweder ein anderes Problem an Schwächeren oder sind einfach nur beschränkte Arschlöcher. Man kann sich die Mühe machen und versuchen, herauszufinden, was von Beidem zutrifft. Man kann aber auch einfach nur versuchen, Tierquälerei zu verhindern.

Kommentar? [5]


Marketing!

Ich bin eigentlich ganz schön undankbar. Seit geraumer Zeit beschwere ich mich (bei mir selbst), dass ich weder von irgendwelchen bescheuerten Stöckchen getroffen werde, noch bei ach so tollen Marketingaktionen berücksichtigt werde. Tatsächlich habe ich aber schon vor einiger Zeit diese »Wong macht sexy«-Buttons bekommen (siehe hier, hier, hier oder hier).

Und sie mit purer Absicht nicht erwähnt. Ich meine, das war nicht nur peinlich ideenlos. Ich erwarte von einem Werbegeschenk auch einen praktischen Nutzen. Warum in aller Welt sollte ich
a) mir überhaupt einen Button ans Revers heften? – das war schon in den Achtzigern bescheuert;
b) mir einen Button ans Revers heften mit Sprüchen wie »Wong the Web«? – null Aussage und wenn das jemand erkennt, begrüßt mich diese Person am Ende mit: »Ah, auch Nerd!?«;
c) Werbung laufen für ein Projekt, das ich nicht kenne? (OK, ich sehe ein, dass das Bekanntmachen wohl Teil des Plans war.)

Außerdem ist mir einer dieser Buttons ins Klo gefallen. Aus Versehen. Ehrlich.

Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Ich bin überaus empfänglich für gutes Guerilla-Marketing und bin egoistisch genug, um mich erst einmal grundsätzlich über alles zu freuen, was mir kostenlos und vielleicht sogar überraschend zur Verfügung gestellt wird. Ich erwarte allerdings einen Gegenwert, wenn ich Werbung für nicht-eigene Projekte betreiben soll. Deshalb hier eine unvollständige Liste an Dingen, über die ich an dieser Stelle prominent berichten und die ich ggf. spazierentragen werde, sollte ich sie unerwartet und kostenfrei im Briefkasten vorfinden:

• Kugelschreiber und alle anderen Arten von Schreibwerkzeug;
• Material, für das man Schreibwerkzeug verwenden kann (Notizblöcke, Post-Its etc.);
• elektronisches Spielzeug (Handys, Flachbildfernseher, Festplattenrecorder etc.);
• Bier;
• andere Nahrungsmittel, für die keine Tiere sterben mussten (wenn möglich vor Ablauf der Mindeshaltbarkeitsfrist);
• Liebesbriefe;
• handgeschriebene Postkarten;
• Kaffee;
• Zigaretten;
• nicht kopiergeschützte Tonträger;
• gut aussehende Frauen (Definition »gut aussehend« obliegt mir, deshalb bitte mit frankiertem Rückumschlag versenden).

Kommentar? [6]


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Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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