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Gestern auf der A1

Finale geradeaus, Holland nächste Ausfahrt

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WM: Die Weltmeister sind weiter

FIFA WM 2006

Brasilien – Ghana 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Ronaldo (5.), 2:0 Adriano (45+1.), 3:0 Ze Roberto (84.)
Gelb-Rote Karten: Gyan (GHA, 81.)

Brasilien spielt nachwievor ergebnisorientiert und lässt kaum seine Klasse durchblitzen. Dennoch reichte es heute locker gegen einen unterlegenen Gegner für den gefahrlosen Einzug ins Viertelfinale. Schon nach Ronaldos Tor, der damit alleiniger Rekordhalter mit den meisten WM-Toren ist, war klar, dass Ghana nicht gewinnen kann. Dennoch wäre Brasilien seine Pomadigkeit das eine oder andere Mal fast zum Verhängnis geworden.

Spanien – Frankreich 1:3 (1:1)

Tore: 1:0 Villa (28., FE), 1:1 Ribery (41.), 1:2 Vieira (83.), 1:3 Zidane (90+2.)

In einem taktisch betonten Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften hatten zunächst die Spanier Glück, als sie einen berechtigten Elfmeter verwandeln und in Führung gehen konnten. Mit dem gerechten Ausgleich kurz vor der Halbzeit war das Spiel eigentlich gegessen. Die zweite Halbzeit war weniger taktisch, denn mehr kämpferisch betont. Es gab wenige Torraumszenen, beide Mannschaften hatten eher Angst davor, einen Gegentreffer einzufangen. Als schon alle dachten, eine Verlängerung sei unumgänglich, patzte Spanien doch und ließ Vieira aus den Augen, der den Ball im Tor versenken konnte. Mit dem ersten Tor Zidanes nach dem Finale 1998 war der französische Einzug ins Viertelfinale endgültig besiegelt.
Frankreich also, schon in der Vorrunde von allen abgeschrieben, kommt weiter, während die viel gelobten Spanier ihr ewiges Schicksal erleiden und einmal mehr im Achtelfinale ausscheiden.

Mit den heutigen Ergebnissen steht also auch das letzte Viertelfinalspiel fest. Am Samstag um 21 Uhr spielt Brasilien gegen Frankreich. Wir lehnen uns jetzt erst einmal zurück und genießen zwei freie Tage, bevor am Freitag Deutschland die Argentinier aus dem Turnier jagt.

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Bruno ist tot

BrunoBruno ist vergangene Nacht ermordet worden, hinterrücks erschossen, weil ein paar Menschen Angst hatten, er könnte zu laut brüllen. Diese Geschichte um den sympathischen Braunbären, der erste seit vielen, vielen Jahren, den Deutschland in freier Wildbahn sehen durfte, ist symptomatisch für die gefühlte Macht des Menschen über das Tier. Erst werden die Tiere ausgerottet und gefangen genommen, um sie später wieder auszuwildern und sie in die Natur zurückzuschicken. Aber wehe, wenn er sich so verhält, wie die Natur das vorsieht. Dann muss der brave Mensch, der in Wirklichkeit nur eine Urangst gegen alles hat, was stärker als er ist, einschreiten.

Ich könnte mich noch stundenlang darüber aufregen. Ich habe das auch schon seit es das erste Mal hieß, er solle abgeschossen werden. Und was habe ich mich immer wieder gefreut, wenn er im richtigen Moment untertauchte und dann auf einmal wieder in irgendeinem See schwamm. Aber wenn ich im Kölner Express folgendes lese, muss ich mich eher beherrschen, nicht selbst eine Abschussgenehmigung zu beantragen:

Besser er als wir

Jetzt ist er tot: Bruno, der Bär, der uns seit fünf Wochen in Atem hielt. Kurz nachdem auf mysteriöse Weise die Abschussgenehmigung in Kraft trat, ist Bruno nun im Bärenhimmel. Der Schuss, der den zweijährigen Braunbären niederstreckte, scheucht die Republik auf. Und Tierschützer reagieren völlig überzogen mit Morddrohungen gegen Jäger und Bayerns Umweltminister Schnappauf.

Natürlich ist es schade, dass der erste Bär, der seit 170 Jahren durch Bayern streifte, nur zwei Jahre alt werden durfte. Natürlich ist es schade, dass Bruno seine «schlechte Kinderstube», sein neugieriges Verhalten mit dem Tode bezahlen musste. Doch wie groß wäre erst der Aufschrei gewesen, hätte Bruno einen Wanderer, einen Bauern oder einen Radfahrer angegriffen. Denn so sehr wir Bruno auch alle ins Herz geschlossen haben: Er galt als Problembär - was auch Umweltschützer letztlich eingestehen mussten.
via Netzeitung

Nach dieser Logik müssten wir auch alle so genannten Problemkinder präventiv erschießen, ebenso alle Mörder und Sexualstraftäter und andere Menschen mit »schlechter Kinderstube« und »neugierigem Verhalten«. Und was Umweltschützer mit dem Thema zu tun haben, ist mir auch schleierhaft.

Egal, ich werde dann morgen auf dem Weg zu meinem Auto alle Deutschlandfähnchen von den Autos abbrechen, die das Express-Logo aufgedruckt haben und dann nachforschen, wo ich ganz viele Braunbären herbekomme, die ich dann überall in Deutschland aussetze. Wollen wir dochmal sehen, wie viele das sein müssen, bis sämtliche Umweltminister eingestehen, dass auch gefährlich Tiere zur Umwelt gehören, nicht nur niedliche Eichhörnchen und Häschen.

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WM: Italien und Ukraine stolpern sich ins Viertelfinale

FIFA WM 2006

Italien – Australien 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Totti (90.+5., FE)
Rote Karten: Materazzi (ITA, 23.)

Knapp, knapper, Italien. In einem schwachen Spiel der Italiener und einem starken der Australier konnten letztere trotz Überzahl nach dem Platzverweis wegen groben Fouls von Materazzi nicht zwingend vor dem Tor auftauchen. Aber auch die italienischen Titelträume müssen hinterfragt werden. Nur ein dummes Foul in buchstäblich letzter Sekunde verursachte den entscheidenden Elfmeter für Italien, den Totti sicher verwandelte.

Schweiz – Ukraine 0:3 (0:0) n.E.

Tore: an beiden Enden des Spielfelds

Was für ein schlechtes Spiel, was für ein beschissen schwaches Spiel beider Mannschaften. Eigentlich hätten beide Teams das Weiterkommen nicht verdient. Zwei gut aufgestellte Defensiven trafen aufeinander, Offensivkräfte hatten da keinen Platz. Drei Zahlen dazu aus der Statistik, die zeigen, wie spannend das Spiel war: 1 Abseits, 4 Freistöße, 8 Torschüsse.

Nach quälenden 120 Minuten musste schließlich das Elfmeterschießen entscheiden, in dem der Schweiz immer noch kein Tor gelang (zweimal am Torwart gescheitert, einmal an der Latte). Die Ukrainer versenkten drei Bälle (nur den ersten konnte der Torwart halten).

Im Viertelfinale am Freitag um 21 Uhr spielt also Italien gegen die Ukraine. Und wir hüllen schnell den Mantel des Schweigens über diesen WM-Tag. Es wird einem langsam mit dem Hammer eingetrichtert, welch hervorragende Leistung Deutschland bisher abgeliefert hat. Uns bleibt nur die Hoffnung, dass wenigstens Brasilien morgen gegen Ghana die Versprechen von einem anständigen Spiel einlöst.

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Rangliste Weltmeisterschaften

Weil ich ja sonst nichts zu tun habe: Wenn man allen Weltmeistern seit 1930 fünf Punkte gibt, allen Vizeweltmeistern drei und allen Drittplatzierten einen, dann ergibt das folgende Rangliste:

RangLandPunkteWMVizeDritter
1Brasilien33522
2Deutschland29342
3Italien22321
4Argentinien1622
5Uruguay102
6Frankreich712
7Tschechoslowakei62
 Ungarn62
 Niederlande62
10England51
 Schweden512
12Polen22
13Österreich11
 Chile11
 Portugal11
 Kroatien11
 Türkei11

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