Willkommen im JC-Log!
Die letzten 5 redaktionellen Beiträge:


Ich distanziere mich

Glauben diese Leute ernsthaft, sie könnten beispielsweise ihrem unsympathischen Sitznachbarn in der U-Bahn mal tüchtig eine reinsemmeln und bräuchten sich anschließend nur ausdrücklich genug von ihrem Tun zu distanzieren, um ungeschoren davon zu kommen?

Michael Preidel zu Disclaimern

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Erkenntnisse III

Erstens. Ferrari ist ein Arsch. Naja, OK, vielleicht nicht Enzo höchstpersönlich, aber ein Formel-1-Rennen mit sechs Fahrzeugen – ich bitte euch.

Zweitens. Das JC-Log wird weiterhin JC-Log heißen. Daran ändern die nun aktuellen Begebenheiten auch nichts.

Drittens. Ich gucke die Könferdationenpokalspiele (also den Confed Cup) immer 16:9. Dank Premiere ein wahrer Sehgenuss.

Viertens. Schatten schützt vor Hitze nicht.

Fünftens. Ich gratuliere der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft zum Gewinn der Europameisterschaft.

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Weblog-Verlag

In diesen Tagen wurde die Spreeblick Verlag KG gegründet, der erste deutsche und vor allem unabhängige Weblog-Verlag. Das Familienunternehmem im wirklichen Sinne des Wortes kümmert sich um die Veröffentlichung hochqualitativer Blogs zu Nischenthemen und vermarktet diese, soll heißen: Finanziert sie über Werbung und Sponsoren.

Puff. Ihr habt zwar versucht, es groß aufzuziehen, aber nicht einmal die Hälfte der Weblogwelt, geschweige denn nennenswerte Teile der deutschen Internetnutzer oder gar Bevölkerung haben etwas davon mitbekommen. Auch ich habe eher beiläufig erfahren, dass Spreeblick (ja genau, das Weblog, das seine reichhaltigen Besucher einem einzigen Beitrag und der darauf folgenden Reaktion verdankt) zur Kommanditgesellschaft geworden ist.

Aber ich will fair sein: Ich wünsche euch viel Glück bei dem Versuch, viel Geld, Geld, Geld (denn darauf kommt es ja an) und viel Geschick beim Veräußern an Google oder wer auch immer glaubt, Weblogs wären eine revolutionäre Sache und man müsse dafür viel Geld, Geld, Geld ausgeben. Beste Wünsche also von dem wohl letzten Weblogger aus dem Jahre 2001 oder früher, der beim Wort »Weblog« nicht an viel Geld, Geld, Geld denkt.

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What has Europe ever done for us?

»What has Europe ever done for us?« ist ein Flash-Filmchen in Monty-Python-Manier. Anguck-Befehl!

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Über Leben

OK. Stellen wir fest: Eine Schauspielerin kommt ums Leben, weil sie auf einer Landstraße einen Igel retten wollte und dabei von einem Auto erfasst wurde. Das erste, was ich beim THW gelernt habe war, dass Leben retten zwar edel ist, aber das eigene Leben immer Vorrang hat. Man soll zwar jeden Tag eine gute Tat vollbringen, aber nicht zwangsweise mit dem Einsatz seines eigenen Lebens. Die tote Schauspielerin Julia Palmer-Stoll aus der ARD-Vorabendserie »Marienhof« hat ihr Leben dagegen leichtfertig gefährdet, indem sie auf offener Strecke mit eingeschalteten Fernlicht anhielt, mit ihrer dunklen Kleidung ausstieg und in die Hocke ging, um den Igel zu retten.

Aber, und das möchte ich hier ein für allemal festhalten, als Manifest des Lebens sozusagen: Ein gemeinhin als Tier bezeichnetes Lebewesen hat die absolut gleiche Daseinsberichtung wie ein Mensch. Sätze wie dieser des Weblogs »Gehirn-Waschsalon« sind ignorant und verbreiten eine Ideologie, die die christliche Kirche vor Jahrhunderten gepredigt hat: Ich mag Viecher, aber Menschen gehen vor! (Aus dem Rest des Beitrags zitiere ich nicht, denn abgesehen von Grammatik und Rechtschreibung fehlt es dem Autor wohl insgesamt an Intelligenz.)

Falls es ein Leben nach dem Tod gibt, bin ich mir sicher, dass Julia Palmer-Stoll eine Menge Karmapunkte mit dieser und ähnlichen Aktionen in ihrem kurzen Leben gewonnen hat.

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