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WM 2010: Deutschland wieder Dritter

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Uruguay – Deutschland 2:3 (1:1)

Tore: 0:1 Müller (19.), 1:1 Cavani (28.), 2:1 Forlán (51.), 2:2 Jansen (56.), 2:3 Khedira (82.)

In Köln ist ja alles, was mehr als einmal passiert, Tradition. Insofern ist Deutschland 2010 ganz traditionell wieder Dritter geworden und darf nach 2006 auch in diesem Turnier auf das imaginäre Treppchen.

Während es 2006 aber noch eine klare Sache war, musste die Nationalmannschaft dieses Mal kämpfen. Müller brachte sie zwar zunächst in Führung, aber noch vor der Pause glichen die Südamerikaner aus. Als dann Forlán klassisch zur Führung einlochte, brannte Deutscheland. Zum Glück konnte Jansen den Ausgleich köpfen, so dass alles wieder auf Anfang war. Khedira schoss dann das letzte deutsche Tor bei dieser WM in Minute 82 und sicherte damit Platz 3.

Es war gestern ernüchternd. Die Deutschen hatte so gute Spiele gezeigt, haben England und Argentinien mit jeweils vier Toren nach Hause geschickt. Dann der Schock gegen Spanien und nun dieses Spiel, das eher glücklich, als verdient gewonnen werden konnte. Denn zwingend waren wir nie. Das Spiel ging zwischen beiden Strafräumen hin und her, es gab kaum ein Mittelfeld und die Verteidigung hatte auf beiden Seiten schon bessere Zeiten gesehen. Mir ist es rätselhaft, wie die deutsche Mannschaft so abbauen konnte. Die Erklärung, dass die Aufstellung gehörig geändert wurde, damit alle Spieler (außer Wiese, es war Butt im Tor) noch einen Einsatz hatten (auch das: Tradition), taugt dafür auch nicht wirklich, denn trainiert haben sie alle zusammen, acht Wochen lang.

Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht. Es macht Mut, so viele junge Spieler mit Weltklasseformat in der deutschen Mannschaft zu wissen. Aber wer gibt ihnen den nötigen Halt, wer pusht sie im richtigen Moment? Ersatz-Kapitän (und Möchtegern-weiterhin-Kapitän) Lahm ist das nicht gelungen. Schweinsteiger hat in den letzten Monaten dicke Eier bekommen und ist in dieser Verfassung einer der besten Fußballer der Welt, aber er konnte auch nicht alles machen – Bälle gewinnen, Bälle verteilen, Torchancen einleiten und dann auch noch ständig alle antreiben? Ich glaube nicht. Und Ballack? Ich glaube, es hat der Mannschaft gut getan, dass er nicht dabei war.

In zwei Jahren ist EM in Polen und Ukraine. Eine neue Chance, einmal über die Plätze 2 oder 3 hinaus zu kommen. Wahrscheinlich auch für Jogi Löw, wenn ich das richtig gehört habe.

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WM 2010: Die letzten zwei Spiele

Logo WM 2010, (c) FIFASo schnell geht’s vorbei. Das Turnier neigt sich schon wieder dem Ende zu. Die Paarungen für die letzten zwei Spiele stehen:

Spiel um Platz 3:
Uruguay – Deutschland 2:3 (Bericht)

Finale:
Niederlande – Spanien 0:1 n.V. (Bericht)

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WM 2010: Spanien schaltet Deutschland aus

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Deutschland – Spanien 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Puyol (73.)

Paul hatte recht.

Die wunderbare deutsche Mannschaft scheitert wieder einmal mit einem 0:1 an Spanien. Spanien ist wieder einmal mit einem 1:0 in diesem Turnier knapp durchgekommen.

Die deutsche Auswahl hatte mal wieder keine wirkliche Chance. Es war nichts zu sehen von dem jungen, spielstarken Team der letzten Spiele, das England mit 4:1 und Argentinien mit 4:0 nach Hause geschickt hatte. Gegen die kurz passenden Spaniern gab es keine Mittel.

Das Spiel war statisch, ein typisch spanisches Spiel mit viel Mittelfeldgeplänkel und wenig Torraumszenen. Insgesamt hatten die Spanier aber nicht nur mehr vom Spiel, sie machten es. Die Adler mussten sich auf wenige Chancen beschränken. Zwar war die erste Halbzeit noch gerecht 0:0 ausgegangen, aber die Spanier drückten in der zweiten Halbzeit dann mehr und schafften nach einer Ecke durch Puyol den alles entscheidenden Treffer. Und wie so oft verstanden es die Iberer, diesen Vorsprung über die Zeit zu retten, hatten sogar noch zwei riesengroße Chancen, den Deckel drauf zu machen, was aber an ihnen selbst scheiterte.

Deutschland spielt am Samstag noch um die goldene Himbeere den dritten Platz. Parallelen zu 2006 sind nicht beabsichtigt, aber vorhanden.

Ich werde jetzt mal den Niederländern die Daumen im Finale drücken.

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WM 2010: Niederlande im Finale

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Uruguay – Niederlande 2:3 (1:1)

Tore: 0:1 van Bronckhorst (18.), 1:1 Forlán (41.), 1:2 Sneijder (70.), 1:3 Robben (73.), 2:3 Pereira (90+2.)

In diesem Text sollte mehr Euphorie stecken. Aber gemessen an den Erwartungen, die ich an die Niederlande hatte, war das Spiel ernüchternd und langweilig. Uruguay war wie erwartet ziemlich ideenlos (meines Erachtens waren sie ja sowieso unverdient im Halbfinale), aber deshalb fiel den Holländern auch nicht mehr ein, als in den Spielen zuvor (Brasilienspiel ausgenommen). Kapitän van Bronckhorst schoss aus 40 Metern ein so passgenaues Tor ins rechte Eck, dass er seine Mannschaft in Führung brachte. Aber es war kein Resultat der völligen Überlegenheit, es war ein “ich probier’s mal”-Schuss, der passte.

Uruguays Starspieler Forlán schaffte noch vor dem Wechsel den Ausgleich. Auch das nicht aus einer überzeugenden Drucksituation, sondern aufgrund der individuellen Stärke von Forlán. Aber was will man meckern, als Uruguayer. In der Pause durfte man sogar noch träumen, den mit 1:1 stand alles wieder auf Anfang.

“Gas geben” war auch in der zweiten Halbzeit ein Fremdwort für Oranje. Zwar suchte man den Abschluss, fand ihn aber nicht. Erst Sneijder, durchaus respektabel, aber auch durch Hilfe eines passiven Abseits’ (das nicht geahndet wurde), konnte die Bremse lösen. Mit Robbens Kopfballtor zum 3:1 war der Sack dann zu.

Dachte man. Aber dann gelang Uruguay in der zweiten Minute der Nachspielzeit der Anschlusstreffer. Und wir sind in einem Halbfinale einer Weltmeisterschaft. Alles ist möglich. Der Schiedsrichter ließ über fünf Minuten nachspielen, auch wenn nur drei Minuten angezeigt waren, und die Urus versuchten alles, noch den Ausgleich zu schaffen. Naja, fast alles, denn andere Mannschaften hätten wohl alle elf Mann in den gegnerischen Strafraum gestellt. Aber auch so war es in den letzten drei Minuten eine Zitterpartie für alle Orange gekleideten.

Am Ende dürfen sich die Niederländer über den Finaleinzug freuen. Ob sie dann gegen Spanien oder gegen Deutschland um den Pokal kämpfen, wird der morgige Tag zeigen.

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Projekt C2010: Es schien die Sonne

Screenshot aus Google Earth, © Google

50,97 km in 2:04:55 (Ø 24,5 km/h)

Auch wenn das Projekt C2010 aus terminlichen Gründen total gecancelt ist und ich dieses Jahr voraussichtlich kein einziges Radrennen bestreiten werde, habe ich nach drei Monaten (ja, verdammt, wie schnell drei Monate vergehen!) mal wieder meinen Drahtessel gesattelt und bin gen Sonnenuntergang geritten. Naja, wobei, die Sonne schien ziemlich viel, wenn auch nicht ununterbrochen. Es reichte aber für einen derben Sonnenbrand.

Eigentlich hatte ich mir gar nicht so viel vorgenommen, ich wollte zum Eingewöhnen lockere 30 Kilometer fahren. Aber es war so ein tolles Radfahrwetter und es lief so gut, dass ich erst in Widdig, nach 25 Kilometern mal rechts abbog. Ich nahm dann die große Kurve wieder zurück nach Wesseling. Ab Kilometer 30, vielleicht 35, merkte ich dann aber doch schon, dass es heiß war und ich untrainiert. Hatte ich bis dahin, trotz aller roten Ampeln, noch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25-26 km/h, waren es am Ende nur noch 24,5.

Ich bin trotzdem zufrieden. War schön. Vor allem, wenn ich dran denke, wie sehr ich bei allen anderen Ausfahrten dieses Jahr gefroren hatte, war das heute einfach richtig toll. Mal sehen, ob ich es nächsten Sonntag wieder schaffe.

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