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Beamte!

Vor genau zwei Monaten habe ich ganz vorbildlich meine Steuererklärung per Elster abgeschickt. Allerdings an das falsche Finanzamt, statt Innenstadt hätte ich es an Bonn Außenstadt schicken müssen. Mein Fehler. Kann ja keiner ahnen, dass es in dieser kleinen Stadt überhaupt mehr als ein Finanzamt gibt.

Aber nicht nur, dass es zwei Monate dauert, bis man mir diesen Fehler mitteilt. Nein, es scheint tatsächlich unmöglich zu sein, die elektronisch übersendeten Daten von der Innenstadt an die Außenstadt weiterzuleiten. Unglaublich. Ich muss jetzt also die Steuererklärung auf Papier (dieses Zeug aus Holz!) ausdrucken und per Post* wegschicken. (Die 1,45 Euro mache ich nächstes Jahr geltend!)

“Eine kurzfristige Erledigung wäre auch in Ihrem Sinne” heißt es im Schlusssatz. Das drückt im Beamtendeutsch wohl Bedauern aus.

So etwas wäre in Köln nie passiert.
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* Die Deutsche Post hat bei mir übrigens auch eine ganz neue Stufe der Verwunderung ausgelöst. In der Stadt, in der die ehemalige Bundesbehörde ihren mächtigen und quasi von überall sichtbaren Hauptsitz hat, habe ich tatsächlich schon drei Mal den Spiegel einen Tag zu spät zugestellt bekommen. Das ist in den vorherigen acht Jahren Abonnement in drei verschiedenen Städten nie passiert. Deshalb überlege ich gerade noch, ob ich nicht einfach direkt zum Finanzamt fahre und den Ausdruck persönlich abgebe. Ist sicherer als die Postkutsche, die hier offensichtlich noch eingesetzt wird.

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Kölner Lichter 2007

Kölner Lichter – Foto: koeln.de

Aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen war ich gestern – dank der vehementen Nachfrage einer gewissen A-Dame – dann doch zum ersten Mal bei den Kölner Lichtern. Obwohl erst eine halbe Stunde vor dem Abschlussfeuerwerk angekommen, hatten wir, dank unseres etwas entfernteren Platzes, Glück, in der ersten Reihe zu stehen und konnten dieses perfekte Feuerwerk genießen, das mit der Musik der Jungen Sinfonie Köln live untermalt wurde. Ein wirklich tolles Spektakel, das ich mir nächstes Jahr wohl mal in seiner Gänze zu Gemüte führen muss.

Lustig war, dass die nicht unerheblichen Nebelschwaden, die dieses Feuerwerk hinterließ, selbst die Straße, in der ich wohne, durchfluteten. Zwischen meiner Wohnung und dem Spektakel liegen schon ein paar Kilometerchen.

Foto: koeln.de

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Ein Jahr echter Kölner

imageHeute vor genau einem Jahr, etwa um 18 Uhr 20, wurde ich offiziell Bürger Kölns. Diesen Umzug vom Kölner Vorort in die Großstadt habe ich noch keine Sekunde bereut. Ich fühle mich wohl, auch wenn ich nicht gerade im besten Viertel lebe. Aber ich habe mich eingelebt und die manigfaltigen Vorteile des großstädtischen Lebens kennengelernt. Der Kiosk um die Ecke, der Supermarkt sowieso, die zahllosen Kneipen und Restaurants, der ÖPNV – es gibt nichts, was es nicht in spätestens fünf Minuten Laufweite gibt. Wenn ich an all die Orte und Straßen denke, in denen ich bisher lebte, fehlt mir eigentlich nur eines: die Ruhe in der Nacht, denn eine Großstadt schläft leider nie.

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Kölner Heiterkeitskultur

Aus dem aktuellen Spiegel, Nr. 25/2006, Seite 76:

Feiern ist befreien. Deutschland befreit sich gerade von sich selbst. So unter Deutschen war es ja immer ein bisschen langweilig. Spätestens seit der Romantik war man dazu verdammt, eine verträumte, vergrübelte Nation zu sein. Man hockte im Krähwinkel der Welt und machte sich so allerlei schwere Gedanken über sich selbst.

Die guten Partys gab’s woanders. Die jungen Deutschen wissen das. Sie waren schon in New York. Sie sind längst globalisierte Partygänger, und jetzt sind sie die Gastgeber. Da wollen sie nicht griesgrämig sein. Während einer WM heißt Globalisierung auch: Wettstreit der Heiterkeitskulturen. Die Deutschen machen kräftig mit.

Am besten sind dabei, wie vermutet, die Kölner. Als Angola und Portugal müde in Köln kickten, sang die deutsche Ecke begeistert »Viva Colonia«. Dann stand man auf, klatschte und rief: »Steht auf, wenn ihr Deutsche seid.« Das ließen sich 10.000 Angolaner nicht zweimal sagen. Animiert von so viel Feierlust standen sie auf und klatschten mit. Nun ist zu klären, ob sie sich damit das Recht auf Einbürgerung erworben haben.

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Tollste WM-Stadt

Tollste WM-Stadt
Die “New York Times” adelt Köln

Von INGE WOZELKA

Köln/New York - Die ehrwürdige “New York Times” (NYT), eine der berühmtesten Zeitungen der Welt. Wenn die NYT ein Urteil abgibt, dann will das was heißen.
Und was macht das Blatt? Druckt eine vier pralle Seiten lange Liebeserklärung an Köln - und wir dürfen uns (schon jetzt) wie Weltmeister fühlen!

Dreh- und Angelpunkt der Reportage des Autors Jeff Z. Klein: Die Fußball-WM 2006 - und Kleins Ziel, unter den zwölf deutschen WM-Spielstätten die beste herauszufinden.

Etwas hämig schließt er Kaiserslautern aus, auch Gelsenkirchen und Dortmund (“zieht keine Welt- Touristen”). Stuttgart findet er ” ein bisschen zu klein geraten”, Leipzig “irgendwie isoliert”, Frankfurt “zu geschäftsmäßig um abzufeiern”.

“Wenn man eine Stadt als WM-Partystadt auswählen sollte, dann Köln. Die Brasilianer haben es getan, warum nicht auch Sie?, fragt Klein seine Leser.

Und der Mann schwärmt: “Köln ist eine vibrierende, moderne Stadt, deren Bewohner in ganz Deutschland dafür bekannt sind, zu wissen wie man sich eine gute Zeit macht. Überraschend großstädtisch, mit einer Menge toller Hotels, herausragenden kulturellen Anziehungspunkten - und Fußball-Atmosphäre.”

Zudem könne man viele der anderen Spielorte in etwa einer Stunde erreichen. Per Bahn oder mit Billig-Airlines - ein weiteres Plus auf seiner Hitliste. Wie auch die Multi-Kulti-Gesellschaft, die vielen Studenten, die große Schwulenszene, die Kunst- und Kulturszene, die Museen, das das boomende Nachtleben.

Angesichts des WM-beflaggten Paschas, so vieler WM-Devotionalien-Händler und der beiden “Public-Viewing”-Plätze an Dom und Heumarkt zieht die “New York Times” das Fazit: “Cologne is ready to party!” Mr. Klein, sie sind ein ganz Großer!

Quelle leider unbekannt

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