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Die letzten 5 redaktionellen Beitr├Ąge:


Erkenntnisse XXV

Erstens. Wenn man so viele Dachfenster hat, beobachtet man viel öfter den Himmel. Besonders, wenn man über vier Jahre lang nur Hauswände aus dem Fenster gesehen hat.

Zweitens. Und ehrlich: Das ist sooo toll. Der Himmel ist schon was schönes. :-)

Drittens. Chicago. Ich weiß immer noch nicht, was es da eigentlich zu sehen gibt. Aber in einer Woche bin ich schlauer.

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Erkenntnisse XXIV

Erstens. Bonn also, ehemalige Hauptstadt Deutschlands, heutige so genannte Bundesstadt. Warum nicht.

Zweitens. Erst nach einer Woche gemerkt: In Spuckweite der neuen Wohnung sind drei Ministerien. Warum nicht.

Drittens. Der Arbeitsweg gestaltet sich so beschissen, wie befürchtet. An einem Tag ganze drei Staus mitgenommen, der erste direkt nach der Ausfahrt aus der Tiefgarage.

Viertens. Apropos Tiefgarage. Das ist eine echt tolle Sache. Da kann es von mir aus so viel regnen, wie es will, ich komme trockenen Fußes voran. Bis ich dann halt auf dem Firmenparkplatz als Parkverbot ausgewiesenen Bahngelände stehe.

Fünftens. Sich selbst ummelden: einfach, kostenlos. Sein Auto ummelden: Boah, nee, ey.

Sechstens. Umziehen? Das nächste Mal nur noch ins eigene Haus. Umziehen nervt, erst recht in den vierten Stock.

Siebtens. Und was das alles kostet! Was man alles noch braucht! Immer wieder!

Achtens. Aber letztlich dann doch: Hat sich alles gelohnt. Es ist toll in dieser Wohnung, in vielerlei Hinsicht.

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Erkenntnisse XXIII

Erstens. Wenn man sechs Wochen vor einem Radrennen über einhundert Kilometer anfängt, ernsthaft zu trainieren, sollte man seine Ziele so weit runterschrauben, dass die Maxime lautet: ankommen.

Zweitens. Ich stelle mich Eltern von Freunden immer noch nur mit meinem Vornamen vor. So, als wäre ich Neun. Was aber zwanzig Jahre später lustige Verwirrungen auf der Gegenseite erzeugt und ich entweder gar keinen Namen als Antwort bekomme (Frau X) oder sich das mindestens 30 Jahre ältere Gegenüber mit »Erwin« vorstellt (Erwin X).

Drittens. Urlaubsplanungen sollte man erst abschließen, wenn man alle Faktoren berücksichtigt hat.

Viertens. Werbung sollte nicht über eine Woche lang der letzte und damit oberste Eintrag in meinem Weblog sein.

Fünftens. Sascha Lobo ist für mich immer noch keine Ikone, noch vertritt er in irgendeiner Art meine Interessen, noch interessiert es mich wirklich, was er tut, um sich seine Brötchen zu verdienen. Aber es nervt ungemein, wenn ich ihn jetzt schon zum zweiten Mal im gedruckten Spiegel sehen muss. Echt jetzt, es reicht, wenn das Internet ver-irokest ist.

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Erkenntnisse XXII

Erstens. Cat content rules. Ich sollte öfter Katzenbilder machen und veröffentlichen.

Zweitens. Die Reiserei geht schon wieder los. Im Februar bin ich, neben vielen Stationen im Umkreis, auch in Frankfurt (das große am Main) und Berlin. (Apropos Berlin: Ich bin dort am 24. Februar und werde mich voraussichtlich zwischen 13 und 15 Uhr am Flughafen Tegel langweilen. Wenn einer von euch Berlinern Bock hat, mich zu treffen …)

Drittens. Radfahren kann richtig, richtig teuer werden. Aber ich sollte von vorne anfangen: Einige Arbeitskollegen nahmen an den letztjährigen Cyclassics teil, und ich äußerte damals, ich wolle da das nächste Mal auch mitmachen. Vor ein paar Tagen habe ich mich dann tatsächlich angemeldet und nun kurz darauf festgestellt, dass ich für so ein Rennen vielleicht doch mehr brauche, als mein Kaufhaus-Fahrrad. Nach intensiver Beratung durch einen Fachmann stieß ich heute auf eine Kleinanzeige. Bevor ich weiter darüber nachgedacht habe, rief ich an, verabredete mich für heute Abend, war dort, habe so getan, als hätte ich Ahnung und ließ einen höheren dreistelligen Betrag von A nach B wandern. Als ich meinen Kauf realisierte, stand ich schon mit einem wirklich guten, aber nicht mehr ganz neuen Rennrad in der Bahn und beobachtete, wie der Regen an die Scheiben prasselte. Und bei einem Fahrrad kann es ja nicht bleiben. Ich brauche jetzt das volle Programm: Schuhe, Hosen, Trikot, Helm, schwule Brille. Das wird noch lustig, jaja.

Viertens. Manchmal leide ich unter Nachkaufdissonanz. Gibt sich hoffentlich, wenn ich dann demnächst bei strahlendem Sonnenschein den Rhein entlang fahre.

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Erkenntnisse XXI

XXI

Erstens. Die Wahl Barack Obamas zum neuen Präsidenten der Vereinigten Amerikastaaten hat mich mehr interessiert, als ich das dachte. Ich war ja von Anfang an davon ausgegangen, dass er das Rennen macht, nachdem er so souverän Hillary Clinton aus dem Rennen warf. Dass ich in der Nacht vom 4. auf den 5. November dennoch viel zu lange vor dem Fernseher hing, zwischen ZDF und RTL (ich gestehe) hin- und herzappend, und sofort nach dem Aufwachen den Fernseher wieder einschaltete, war also ziemlich überraschend — für mich selbst. So handhabe ich das für gewöhnlich nicht einmal zu den Oscars. Aber immerhin, als ich morgens auf dem Bildschirm dann sehen konnte, dass Obama dreimal so viele Wahlmänner zugesprochen bekommen hat wie McCain, beruhigte ich mich wieder und ging meinem normalen Tagesablauf nach.

Zweitens. Es wird an den Umständen liegen, also an den weltpolitischen und wirtschaftlichen, dass ich trotzdem auch nach der Präsidentenwahl höchst interessiert bin, was in Amerika abgeht. Mehrmals pro Woche werfe ich derzeit einen Blick auf change.gov, der Übergangswebsite von Obama bis zu seiner Vereidigung.

Drittens. Die anstehende Rezession, so sie denn tatsächlich eine Rezession und keine Depression wird, betrifft mich seit gestern auch persönlich. Ich bin dennoch vorsichtig optimistisch und werde zunächst wenigstens weiterhin so konsumieren, wie ich es ohne diese Angst vor der Angst getan hätte. Man muss ja bei sich selbst anfangen.

Viertens. Supertoll war das Bloggerbeisammensein vorvergangenen Freitag. Wir werden immer mehr, Garvin und Teddy K. haben diesen Abend wahrlich bereichert. Ja, erraten, es war wieder einmal verdammt lustig und informativ. Supertoll eben. Nur das äthiopische Essen, und das ist die eigentliche Erkenntnis dieses Abends, ist arg gewöhnungsbedürftig. Weniger wegen des Essens an sich, das sehr gut war, sondern wegen der Verzehrweise ohne Werkzeug, sprich ohne Besteck. Nächstes Mal dann indisch.

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